Für Tradition und Aufbruch steht auch das Sondermodell der 1815 im 38,5 Millimeter großen Weiß- oder Rotgoldgehäuse. Auf den ersten Blick ist sie eine 1815 in klassischer Manier, die mit klar gestaltetem Zifferblatt, kleiner Sekunde und gebläuten Stahlzeigern an das Design historischer Taschenuhren erinnert. Diese Assoziation erwecken auch die zahlreichen handwerklichen Details wie die mit einem Bandschliff dekorierte Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber, die mit thermisch gebläuten Schrauben fixierten Goldchatons, die klassische Schraubenunruh und der handgravierte Unruhkloben mit Schwanenhalsfeder.
Der Name der Uhr – das Geburtsjahr Ferdinand Adolph Langes – ist eine Hommage an den visionären Gründer der sächsischen Feinuhrmacherei, genau wie der gravierte Klappboden aus massivem Gold, ein weiteres Kennzeichen historischer Taschenuhren. Der auch als Cuvette bekannte Staubdeckel diente früher dem Schutz des Werks. Im Zeitalter wasserdichter Saphirglasböden, durch die sich das kunstvoll finissierte Werk bedenkenlos bewundern lässt, erhält er eine neue Aufgabe. Wie ein Bühnenvorhang macht er die Betrachtung zur effektvollen Inszenierung mit einer im freien Schnitt gravierten Ansicht der Dresdner Frauenkirche. Das im Krieg zerstörte und am 30. Oktober 2005 wieder eingeweihte Hauptwerk des sächsischen Baumeisters George Bähr ist heute ein Symbol für Frieden und Versöhnung und steht für einen Neuanfang. Ein Aspekt, der einen engen Bezug zur erfolgreichen Neugeburt von A. Lange & Söhne in den 1990er-Jahren hat.
没有评论:
发表评论